Oberschule eröffnet in der Wesermarsch viele neue Möglichkeiten

26.10.2010 | Aktuelles

Makolla

Der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler begrüßt die geplante Veränderung der Schullandschaft in Niedersachsen, die Kultusminister Dr. Bernd Althusmann heute in Hannover vorgestellt hat. „Die Vorschläge garantieren die nötige Flexibilität, um die vielfältige, gewachsene Schulstruktur in der Wesermarsch zu erhalten und entsprechend den Bedürfnissen vor Ort weiterzuentwickeln. Ich freue mich über die Bestandsgarantie für unsere fünf Gymnasien; gleichzeitig eröffnet die neue Schulform ‚Oberschule’ den zahlreichen bereits jetzt kooperierenden Haupt- und Realschulen neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit“, so Björn Thümler.

Kernstück der Vorschläge von Kultusminister Dr. Bernd Althusmann ist die Einführung einer neuen Schulform, der Oberschule – eine mindestens zweizügige, zusammengeführte Haupt- und Realschule, die bei Bedarf um einen gymnasialen Zweig erweitert werden kann, in diesem Fall aber mindestens dreizügig sein muss. Dabei werde die Oberschule als Ganztagsschule mit teilweise verpflichtendem Unterricht geführt. Zudem erhalte jede Oberschule sozialpädagogisches Fachpersonal. „Damit gehen wir einen großen Schritt in Richtung der von Bildungsexperten geforderten Ganztagsschule“, sagt Björn Thümler.
 
Wichtig ist dem CDU-Landtagsabgeordneten vor allem, dass allein die Schulträger vor Ort entscheiden, ob und wie sie die neue Schulform umsetzen. „Die vorgeschlagene ‚Baukastenlösung’ gibt den Gemeinden und dem Landkreis einen viel größeren Entscheidungsspielraum als bisher, das Schulangebot an die Bedürfnisse vor Ort anzupassen“, so Björn Thümler. Wo der Schulträger dies wünsche, könnten Haupt- und Realschulen auch weiterhin als selbstständige Schulen weitergeführt werden. Eine wichtige Rolle werde die Entwicklung der Schülerzahlen spielen, die in den kommenden Jahren deutlich sinken werden. 
 
„Mit seiner Reform der Schulstruktur ist Kultusminister Althusmann ein großer bildungspolitischer Wurf gelungen“, findet Björn Thümler. „Er hat es geschafft, Fraktion und Partei von seinem Konzept zu überzeugen. Das war sicherlich ein schwerer Weg – an dessen Ende aber steht das Fundament für eine zukunftsfähige Schulstruktur in Niedersachsen.“ Die Reform stehe für einen Systemwechsel in der niedersächsischen Bildungspolitik, der die guten bestehenden Ansätze in einer Neuordnung vereinige.
 
Die Änderungen des Schulgesetzes und die Einführung der Oberschule werden noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht und voraussichtlich im März oder April vom Landtag beschlossen. Änderungen könnten daher bereits zum nächsten Schuljahr im Sommer 2011 in Kraft treten. Die Eltern, Schulvorstände und Gemeinderäte sollten daher nicht unbedingt das Gesetzgebungsverfahren abwarten, sondern sich noch in diesem Jahr mit den neuen Möglichkeiten auseinandersetzen.