Gute Bildung beginnt mit starken Grundkompetenzen. Der CDU-Landesverband Oldenburg hat sich vorgenommen, in seinen Landesvorstandssitzungen künftig kurze, klare Positionspapiere zu zentralen gesellschaftlichen Themen zu entwickeln, zu diskutieren und gemeinsam zu beschließen. Diese neue Arbeitsweise soll politische Inhalte transparenter machen und die unterschiedlichen Perspektiven im Landesvorstand abbilden.
Mit der „Bildungsoffensive für Niedersachsen“ liegt nun die erste Initiative dieser Reihe vor. Sie wurde von den beiden bildungspolitischen Sprechern des Landesverbands, Sophia Möller und Lukas Reinken MdL, vorbereitet und in der Landesvorstandssitzung am 6. Dezember beschlossen. Das Papier macht deutlich, wie dringend unser Bildungssystem eine Entlastung und zugleich eine klare Schwerpunktsetzung braucht: Die Anforderungen steigen stetig, während die Zeit für das Üben grundlegender Kompetenzen knapper wird.
„Erst wenn wir Lesen täglich fördern, Lehrpläne von unnötiger Fülle befreien und Lernzeiten im Ganztag verlässlich gestalten, schaffen wir die Bedingungen, unter denen Kinder ihre Grundkompetenzen nachhaltig entwickeln können“, erklärt Sophia Möller, stellvertretende Vorsitzende des CDU Landesverbands Oldenburg.
1. Tägliche Lesezeit an Grundschulen
Lesen ist die zentrale Basiskompetenz für jedes Lernen. Deshalb fordert der CDU-Landesverband Oldenburg eine verbindliche tägliche Lesezeit von mindestens 20 Minuten an allen Grundschulen. Diese soll altersangemessen gestaltet werden, vom angeleiteten Lesen in der Grundschule bis zur selbstständigen Arbeit mit Texten in höheren Jahrgängen. Entscheidend ist, dass dafür verlässlich Zeit geschaffen wird, damit Kinder Leseflüssigkeit, Textverständnis und grundlegende Sprachkompetenzen systematisch aufbauen.
2. Lehrpläne entschlacken
„Schulen brauchen mehr Zeit für das Wesentliche. Die Kerncurricula sollen deshalb gestrafft werden, damit weniger Stofffülle und mehr Übungszeit möglich werden. Der Unterricht soll sich stärker auf die Kompetenzen konzentrieren, die wirklich zählen: Lesen, Schreiben, Rechnen, Denken und Problemlösen. Ein runder Tisch mit Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft soll dafür ein gemeinsames und zukunftsfähiges Konzept erarbeiten.
3. Lernzeiten im Ganztag verankern
Die Ganztagsschule bietet große Chancen, individuelle Förderung zu ermöglichen. Deshalb sollen Lernzeiten im gebundenen Ganztag verbindlich verankert und im offenen Ganztag flexible Förderangebote geschaffen werden, zum Beispiel Lernwerkstätten oder pädagogisch begleitete Lernzeiten. So entsteht mehr Zeit für gutes Lernen, ohne dass Kinder und Familien zusätzlich belastet werden.
Mehr Zeit für das Wesentliche bedeutet bessere Chancen für alle Kinder und eine starke Basis für ihre Zukunft.
Das vollständige Positionspapier finden Sie hier:
